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Band Of Skulls – Baby Darling Doll Face Honey

21. Jan 2010 von Roxi K.
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So amerikanisch wie die Band Of Skulls hat noch keine britische Band geklungen. Mit ihrem Debüt Album „Baby Darling Dollface Honey“ zelebrieren sie den Southern Rock und lassen den coolen Funken ab der ersten Sekunde überspringen.
Die drei Briten Emma Richardson, Russell Marsden und Matt Hayward haben einen echten Senkrechtstart hingelegt. Nachdem ihr Song “I Know What I Am“ über 40.000 mal bei iTunes geladen wurde, ist auch Hollywood auf die „Skulls“ aufmerksam geworden und nahm „Friends“ in den Twilight Soundtrack auf. Bei so viel unerwarteter Aufmerksamkeit waren die drei dann gezwungen ihr Album schneller als gedacht fertig zu stellen. Unter höchsten Druck ist eine abwechslungsreiche Scheibe voll mit Anlehnungen an die späten 60er, die Stones und die White Stripes herausgekommen. Insbesondere die erste Hälfte hat es in sich. Die beiden Highlights des Albums, „Death by Diamonds Sand Pearls“ und “I Know What I Am“, schlagen direkt in die Magenkule rein, die letztes Jahr von den Superbands „The Dead Weather“ und „Them Crooked Vultures“ sorgfältig weich geklopft wurde. Aber auch leise Töne gelingen der Schädelkopfband unglaublich gut. Besonders wenn die beiden Leadsänger Russel und Emma in Harmonien erklingen, wie z.B bei „Fires“. Die gegensätzlichen Stimmen ergänzen sich hervorragend, sind aber auch einzeln beeindruckend. So schlängelt sich Emma Richardsons Stimme klar und zerbrechlich durch die beinahe folkloristisch anmutende Ballade „Honest“ und überzeugt stark und kraftvoll bei Bluesrocknummern wie „I Know What I Am“, bei denen auch Russel besonders unverschämt dreckig klingt, wenn er zum Beispiel “Hotel” auf “Taco Bell” reimt.
Leider hat auch dieses eindrucksvolle Album seine Schwächen, denn die zweite Hälfte lässt an Qualität etwas zu wünschen übrig. Vielleicht hängt dies auch mit der überstürzten Fertigstellung des Albums zusammen. Aber auch hier lohnt sich das durchhören, denn der Abschluss des Albums wird mit dem wunderbaren „Cold Flame“ gekrönt, bei dem besonders Russel die emotionale Seite seines Timbre beweist.

Mit ihrem Debüt sorgen die drei jedenfalls für mächtig viel Furore, denn einige der Lieder haben unbedingtes Potential ganz groß zu werden und die Band innerhalb der nächsten Monate nach oben zu katapultieren.

VÖ 22.01.10, Rykodisc (Warner)


Tracklist:
1. Light of the Morning 8/10
2. Death by Diamonds and Pearls 10/10
3. I Know What I Am 10/10
4. Fires 9/10
5. Honest 9/10
6. Patterns 5/10
7. Hollywood Bowl 7/10
8. Bomb 6/10
9. Impossible 7/10
10. Blood 7/10
11. Dull Gold Heart 6/10
12. Cold Fame 9/10

Durchschnitt: 7,8
Gesamteindruck: 8,0



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