BATTLES – Dross Glop

18. Apr 2012 von Steffen Rieger

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Wie schafft man es eigentlich, ein glaubwürdiges Remixalbum einer Band zu machen, die sich vor allem durch ihre Rhythmen und ihrer Free Jazz-Attitüde einen Namen gemacht hat, aber nicht durch Melodien oder gar Gesang? Die Antwort: Nahezu unmöglich. Und dennoch haben Battles genau dies mit DROSS GLOP versucht. Ganz genau, versucht. Denn ihr Remixwerk DROSS GLOP ist eine haarige Angelegenheit: die Originale sind in der Regel kaum noch zu erkennen, jeder der beteiligten Remixer bringt seinen eigenen Stil hinein. Wäre im Prinzip auch gar nicht verkehrt, würde sich DROSS GLOP in Wahrheit nicht zwei Drittel des Albums lang vorwiegend in langatmigem Elektro- und Deep House-Geplätscher verlieren, ergänzt durch ein paar Hiphop-Einlagen von The Alchemist oder Shabazz Palaces.

Das große Manko ist letztlich, dass sich nur zwischendurch Muster aus dem formidablen 2011er Ursprungswerk GLOSS DROP wiedererkennen lassen, die dann auch einem Remixalbum Ehre machen. Dann aber ist es fast zu spät. Ganz schwierige Kiste.

VÖ: 20.04.2012; WARP Records / Rough Trade

Tracklist:
01. Wall Street (Gui Boratto Remix)
02. Sweetie & Shag (The Field Remix)
03. Futura (The Alchemist Remix)
04. White Electric (Shabazz Palaces Remix)
05. Africastle (Kode 9 Remix)
06. Inchworm (Silent Servant Remix)
07. Toddler (Kangding Ray Remix)
08. Dominican Fade (Qluster Remix)
09. Ice Cream (BDG #Gang Gang Dance Remix)
10. Rolls Bayce (Hudson Mohawke Remix)
11. My Machines (Patrick Mahoney ans Dennis McNany Remix)
12. Sundome (Eyes Remix)

Gesamteindruck: 4/10

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